Die Sektion Kiel plant eine Kletterhalle, die die bestehenden kleinen Kletteranlagen der Universität Kiel und der Waldorfschule in Größe, Höhe und Anspruch deutlich übertrifft. Damit wäre die Halle die größte und höchste Kletterhalle in Schleswig-Holstein. Diese Größe der Halle ermöglicht es dem DAV, sein Angebot rund ums Klettern zu erweitern, was derzeit kaum möglich ist. Anders als die Kletteranlage der Universität steht die geplante Halle dauerhaft uneingeschränkt zur Verfügung, sodass der vorhandene Platz neben dem Normalbetrieb als Freizeit- und Sport-Halle für Jugendarbeit, Schul- und Leistungssport genutzt werden kann, sowie für Angebote aus dem Bereich der medizinischen Präventation (Rückenschule, Bewegungstherapie).
Der Bau ist als kostengünstige Leichtbauhalle in sechseckiger Form geplant. Besonderer Wert wurde bei der Planung der Anlage auf Klimaschutz durch Energieeffizienz gelegt, moderner Sprungmattenboden bietet nicht nur Schutz vor Verletzungen, sondern zugleich Schutz vor Kälte.
Im ersten Bauabschnitt wird der größere Teil der Halle mit hohen Kletterwänden eingerüstet, im Ausbauschritt wird dann die Gegenwand um extra kurze Wände für Anfänger sowie einen Boulder-Bereich erweitert. Ein vorgebautes Verwaltungsgebäude beherbergt die notwendigen Umkleidekabinen für Damen und Herren, ohne die eine Nutzung im Rahmen des Schulsports zum Beispiel nicht zulässig wäre. Mit seinem Gesamtkonzept eignet sich die Halle als Austragungsort für Wettkämpfe und Meisterschaften.
Es gibt einen geeigneten, großzügigen Standort für den Neubau einer Kletterhalle. Die Finanzierung, bisher das allergrößte Hemmnis für unsere Baupläne, wird sehr erleichtert durch mögliche weitere Fördergelder über die Unterstützung des DAV Hauptverbands hinaus. Die Fördersummen reichen aus, um den Bau der Halle zu einem sehr großen Teil zu finanzieren.
Das Gebäude wurde bereits fast bis zur Baureife geplant. Vorgesehen ist ein attraktiver sechseckiger Holzbau mit 12 m freier Innenhöhe und einem einstöckigen Vorbau, in dem der Eingangs- und Kassenbereich, ein Büro, Lager und die Umkleiden untergebracht sind. Dieser Vorbau ist ein Stück in die Halle hinein gezogen, so dass in der Halle eine Empore entsteht.

Diese Kletterhalle bietet genug Raum für etwa 750 bis 800 m² Kletterfläche. Der Ausbau der Kletterwände soll schrittweise erfolgen. Die Abbildung zeigt die erste Baustufe, eine 12 m hohe Kletterwand mit einer Fläche von ca. 520 m², die sich über drei der sechs Seiten des Gebäudes erstreckt und durch einen Pfeiler in der Mitte der Wand ergänzt wird. Die genaue Gestaltung der Wand steht noch nicht fest.
Diese Kletterwand wird 27 Umlenkungen für Seile und etwa 100 Routen bieten. Die Wand kann in einer zweiten Phase auf ca. 650 m² ausgebaut werden, indem zwei weitere Seiten der Halle mit Kletterwänden ausgestattet werden. Weiterhin kann auf der Empore ein Ausbildungs- und Anfängerbereich mit ca. 60 m² Kletterfläche realisiert werden. Unterhalb der Empore besteht Platz für einen kleinen Boulderbereich. Diese Ausbauten können realisiert werden, wenn durch den laufenden Betrieb genügend Einnahmen entstehen.