Wir, der Vorstand, wurden darauf angesprochen, warum es um das Thema Kletterhalle so ruhig geworden ist und was mit dem Projekt jetzt los ist.
Das Projekt läuft:
Bis zur letzten Jahreshauptversammlung hatten wir einen komplett ausgearbeiteten Bauplan und einen Geschäftsplan für das Betreiben der Anlage. Mit der Gemeinde Kronshagen haben wir einen Partner gefunden der uns ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen kann und will. Jetzt arbeiten wir an der soliden Finanzierung dieses uns allen so wichtigen Projekts. Das Ausfindig machen und die Beantragung von Fördermitteln ist langwierig und mühsam. Die Schritte sind klein und mühsam. Aber die Aussicht auf die nächste Erfolgsmeldung „Finanzierung gesichert“ sind gut.
Michael Teucher, 2. Vorsitzender
Das Vorhaben braucht weiterhin unterstützung von Mithelfern, Spendern und Sponsoren.
Weitere Information zur Planung erfahren Sie hier.
Der Deutsche Alpenverein (DAV) ist ein gemeinnütziger Verein, der mit 350 Sektionen und ca. 815.000 Mitgliedern im gesamten Bundesgebiet vertreten ist. Im Jahre 1869 ursprünglich als Bergsteigerverein gegründet, deckt er heute den gesamten Bereich des Bergsports ab und engagiert sich intensiv für den Naturschutz alpiner Regionen. Die Sektion Kiel wurde bereits 1893 gegründet und umfasst über 1.900 Mitglieder – mit steigender Tendenz.
Weit ab von den Bergen steht die Sektion Kiel einer zunehmenden Problematik gegenüber: Klettern ist hier nur in Hallen möglich und die bestehenden Hallenkapazitäten sind überlastet. Die Jugendgruppe des DAV Sektion Kiel musste bereits 2009 einen Aufnahmestopp ausrufen. Personen, die weder dem DAV noch dem Uni-Sportverein angehören, haben hier – anders als in anderen Kletterhallen – keine Möglichkeit, aktiv teilzunehmen. Durch das magere Angebot nördlich der Elbe erstreckt sich das Einzugsgebiet der größeren Kletterhallen in Hamburg bis weit in den Norden. Fahrzeiten bis zu einer Stunde werden notgedrungen in Kauf genommen.
In Kiel stehen derzeit Kletter-Anlagen mit einer Größe zwischen 40 und 160 m² zur Verfügung. Neben der Boulder-Anlage im Kieler Kletterkeller, der leider seine Pforten vorerst schließen musste, können die Kletterwände im Sportforum der Christian Albrechts Universität (CAU) mit Platz für etwa 11 Kletterteams genutzt werden, in der Waldorfschule steht Platz für 7 Kletterpaare zur Verfügung. In allen Anlagen ist die Kapazitätsgrenze bereits erreicht oder überschritten. Immer wieder müssen Kletterer unverrichteter Dinge die Hallen verlassen, da zu den Nutzungszeit bereits alle Plätze mehrfach belegt sind.